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Sasa Krauter

»Nach einer längeren Leistungssport-„Karriere“ und der theoretischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen Sport innerhalb des Studiums gilt meine Leidenschaft nun schon seit vielen Jahren der östlichen Philosophie mit ihrem Welt- bzw. Körperverständnis. In den chinesischen Bewegungsmeditationen wie Taiji und Qi Gong, aber auch im Yoga oder im Zazen kommt dieses Verständnis zum Ausdruck und wird erfahrbar. Diese Praktiken empfinde ich in ihrer Ganzheitlichkeit als große Bereicherung für mein Leben. Die umfassende Wirkung von körperlichem und mentalem Training auf Gesundheit und Wohlbefinden fasziniert mich bis heute. Diese Faszination war es schließlich auch, die meinen Weg im Jahre 2000 nach Karlsruhe führte, wo ich seitdem sehr gerne lebe und unterrichte.« Sasa Krauter

Felix Gross

»Als ich das Fotografieren anfing, da gab es noch keine Automatik-Kameras. Aber schon welche mit Motor, zum Aufziehen wie ein Uhrwerk. Heute haben wir Kameras mit perfekten Automatismen. Und wir brauchen keine Filme mehr. In der Kamera steckt ein kleiner Chip, der 1000 erstklassige Schüsse in schneller Folge abspeichert. Die werden in Computer eingelesen, bearbeitet und gehen sofort online hinaus in die Welt. Oder werden mit einem Ink Jet Drucker so schön und gut zu Papier gebracht, dass die alten Laborprofis neidisch werden. Und man muss kein Druide sein, um dieses nicht mal sehr teure Zauberzeugs handhaben zu lernen. Heute kann jeder Laie selbst spitzenmäßig gute Fotos machen. Die Digitaltechnik leistet mehr als Film je konnte. Meine Kunstrepros bringen zuweilen selbst die Künstler in Zweifel. In digitaler Reproduktion und in meinen Spezialgebiet Archivdigitalisierung hat mein Angebot teilweise Alleinstellungsmerkmal. Was mich aber nicht hindert, auch gut und gerne andere, ganz normale Fotos zu machen.« Felix Gross

Fred Hertweck

»Neben meiner Beratertätigkeit an Schulen, die ich in ihren Entwicklungs- und Veränderungsprozessen begleitet habe, war und ist die Beschäftigung mit Totholz, das ich zu neuem Leben erwecke, eine zutiefst befriedigende Beschäftigung. In den Wäldern um Karlsruhe und im Urlaub finde ich Holz, das schon einem Zersetzungsprozess ausgesetzt war. Mit verschiedensten Werkzeugen lege ich frei, was die Natur schon vorgearbeitet hat und bin neugierig, was daraus werden wird, wenn alles Morsche, Faule und Verwurmte entfernt ist. Diese Stücke reizen und fordern mich zur Weiterbearbeitung und Gestaltung heraus. Mit Öl und Wachs veredelt, wird aus jedem Stück ein Unikat, das seinen eigenen Charakter hat. Bisweilen entpuppen sich manche Fundstücke auch als Enttäuschungen, aber genau das gehört auch zum lebendigen Dasein.« Fred Hertweck

Michael Korb

»1969 wurde ich in Karlsruhe geboren, wo ich auch aufgewachsen bin und welches ich auch nie länger als zwei Monate verlassen habe. Ich liebe es hier zu leben. Meine Leidenschaft für die Musik habe ich mit 9 Jahren auf einer Wurlitzer Musikbox entdeckt. Es war John Lennons Song „Imagine“. Die Leidenschaft ist bis heute ungebrochen und wird mich den Rest meines Lebens begleiten. Kreativität ist mein Leben.« Michael Korb 

Bettina Lörz

»Vor 26 Jahren einen Karlsruher geheiratet – so habe ich meinen Weg von Innsbruck/Tirol nach Karlsruhe gefunden. Unsre beiden Töchter sind hier geboren, hier habe ich wertvolle Menschen kennengelernt und kann meinen Traumberuf leben. Immer wieder, wenn mir „meine Berge“ fehlen, bin ich froh, zumindest auf den Turmberg zu radeln, um dort mit einer Tasse Kaffee Sonnenuntergänge zu genießen. Der Blick in die Ferne auf den Pfälzer Wald oder die Vogesen gibt mir immer wieder neu das Gefühl ganz im Hier und Jetzt zu sein. Und das macht mich dankbar.« Bettina Lörz 

Eberhard Pfeifer

»Im Januar 1990 bin ich beruflich bedingt nach Karlsruhe gezogen. Schon am Ende meines Studiums hat mich die Kunst des Projektmanagements fasziniert. 30 Jahre lang habe ich Projekte in einer der größten Erdöl-Raffinerien von Europa hier in Karlsruhe umgesetzt. Projekte in allen Größenordnungen, einfache und schwierige, mit kleinen und großen Teams. Und immer wieder galt es, sich an veränderte Bedingungen anzupassen und die Zukunft zu gestalten. Jetzt schließe ich diese Zeit mit dem guten Gefühl ab, zur Versorgungssicherheit unserer Region einen Beitrag geleistet zu haben. Und gleichzeitig freue ich mich darauf, Karlsruhe und seine Umgebung neu zu entdecken und Muße für die vielen schönen Seiten von Karlsruhe zu haben.« Eberhard Pfeifer 

Jörg Schumacher

»Als Jugendlicher fand ich diese Zeilen Nietzsches magisch: „Ja! Ich weiß, woher ich stamme! Ungesättigt gleich der Flamme Glühe und verzehr’ ich mich.“ Hier sah ich mich wieder. Ein viel verschlingender getriebener Sapiens-Geist bin ich immer noch. Ich will immer mehr Licht und zwar schnell. Seit mehr als zwei Jahrzehnten haben mich die digitalen Technologien gepackt. The Singularity is near!!! Wann endlich! Wann endlich verschmilzt der Sapiens mit der technologischen Intelligenz. Ich sehe darin so viel Potential, das alte Tumbe an uns, alte Verhaltensmuster und Denkfiguren zu überwinden, alle Formen des Gespensterglaubens abzustreifen, die Gier nach Geld und Macht zu überwinden. Hin zu Erkenntnis, zu Freude, zu Menschlichkeit, Liebe und Kreativität – am besten auch noch berauschend. Oft wundere ich mich, dass ich immer noch da bin! Ich kann es mir beim besten Willen nicht vorstellen, auf Wein, Weib und Gesang zu verzichten. Ich will weiter, denn Flamme bin ich sicherlich.« Jörg Schumacher

Micha Pallesche

»Wir leben in einer Zeit der ständigen Veränderung. Um sich gut darin zurecht zu finden benötigt man Eigenschaften wie Neugierde, Initiative, soziales und kulturelles Bewusstsein aber auch Kreativität und eine große Portion Humor sowie Achtsamkeit. All diese Dinge strebe ich an und ich versuche sie mit meinen Mitmenschen zu teilen und von ihnen zu lernen.« Micha Pallesche 

Christine Köpfler-Stange

»1976 kam ich als Studentin nach Karlsruhe und bin auch nach dem Staatsexamen geblieben. Meinen Beruf als Lehrerin für Englisch und Deutsch habe ich sehr geliebt, aber alles hat seine Zeit. 2017 ging ich in Pension und habe jetzt Zeit für mich z. B. zum Verreisen auch außerhalb der Schulferien und zum Malen. Einige meiner Bilder hängen bei Freunden und dieses Wissen, dass sie mich überdauern werden, finde ich sehr spannend. Irgendwie wollen wir doch alle Spuren hinterlassen. Gern bin ich auch ehrenamtlich beim Uneson Lernfreundeprojekt dabei, das sich um Flüchtlingskinder kümmert. Ein weiteres Highlight ist für mich die Arbeit in Ligurien, wo eine alte Freundin ein Anwesen mit großem Olivenhain besitzt. Oliven von der Blüte bis zur Ernte zu erleben und mit anzupacken, ist für mich ein großes Abenteuer.« Christine Köpfler-Stange

Sebastian Kreutz

»Für mich die Geißeln der Zeit: GIER, SERIÖSITÄT UND PHANTASIELOSIKEIT
Gier macht Armut
Seriösität macht Ödnis und
Phantasielosigkeit macht boshaft
Ich versuch mit meinen Mitteln dagegen zu halten, so gut ich kann.« Sebastian Kreutz 

Benjamin Bigot

»Für mich ist es essenziell, frei zu sein! Durch die Lebenserfahrung, das Wissen und die Menschen habe ich eine Basis bekommen, die mir die Möglichkeit gibt, ICH sein zu dürfen. Ich war mein Leben lang unterwegs und habe in Karlsruhe das Gefühl, zu Hause zu sein. In meiner Werkstatt werden Workshops angeboten, Kurse, Theateraufführungen, Ausstellungen für KünstlerInnen – es ist ein Open Space. Mein Wunsch ist, die Menschen miteinander zu verbinden.« Benjamin Bigot 

Diana Stratil-Krittian

»Karlsruhe ist schön – und das nicht nur zur Weihnachtszeit! Trotz der vielen Baustellen bietet mir meine Heimatstadt viele Erholungsplätze und eine reiche Kulturlandschaft vom Staatstheater bis zum „FEST“ und natürlich unserem KSC. Ich lebe gerne hier und engagiere mich neben meiner Arbeit in der Schule in vielen sozialen Bereichen ehrenamtlich für die Menschen in meiner Stadt, wie z. B. der Obdachlosenküche St.Franziskus, der Begleitung und Unterstützung von Flüchtlingsfamilien, gebe ehrenamtlich Nachhilfe und war lange als Jugendschöffin tätig. Mich für andere einzusetzen und zu helfen, ist mein Beitrag für eine lebendige und weltoffene Stadt.« Diana Stratil-Krittian

Michael Helfer

»23. Dezember 1958, 8 Uhr. Am Bett: der Kinderarzt, meine Mutter, mein Vater. Im Bett: ich. Seit Tagen hatte ich Fieber, hohes Fieber. Im Kindergarten ging Scharlach um. Der Arzt bat meinen Vater nach draußen. »Er wird Weihnachten vielleicht nicht erleben.« Keine Worte für meine Ohren, aber…  Sanitäter kamen, brachten mich zum Krankenwagen, rasende Fahrt mit Martinshorn, Ohnmacht, fluchen über die geschlossene Bahnschranke – Aus! Irgendwann: Dunkelheit, Stille. Ich: im Bett. Wo war ich? Mein Bett feucht. Kann es sein, dass ein sechsjähriger Junge ins Bett macht? Wo war ich? Meine Gedanken gingen durcheinander. Bin ich im Himmel? Nein, denn im Himmel macht man nicht ins Bett! Also musste ich noch leben. Ich rief nach Mama und Papa. Ein anderer Junge, 1 Meter neben mir in einem anderen Bett, klingelte. Eine Schwester kam, sah mich, sprang freudig zu meinem Bett und gab mir einen Kuss. Vor dem Fenster der Kinderklinik am Durlacher Tor war ein lautes Feuerwerk. Die Welt schien mit der Schwester zu tanzen und zu feiern. Es war der Silvesterabend. Prost, neues Leben!« Michael Helfer

Sabine Willmert

»Meine Leidenschaft sind Märchen. Mit meiner Märchenbühne trete ich in Kindergärten und Grundschulen auf, manchmal aber auch vor Erwachsenen. Angefangen hat alles vor vielen Jahren, als ich als Erzieherin an Fortbildungen zum Erzählen von Märchen und zum kreativen Gestalten von Puppen teilgenommen habe. Im Laufe der Zeit habe ich dann Puppen zu den Märchen der Gebrüder Grimm entwickelt und hergestellt und angefangen, diese Märchen auf selbstkreierten Tisch-, Bauchladen- oder Kofferbühnen in Kindergärten aufzuführen. Inzwischen habe ich ein Repertoire von über 15 Märchen. Dabei hat jedes Märchen eigene Figuren und ein eigenes Bühnenbild. Zu jeder Bühnenshow gehört auch ein Rahmenprogramm, in der ich die Kinder (oder die Erwachsenen) über eine musikalische Reise in die Märchenwelt entführe. Für mich gibt es nichts Schöneres als in strahlende Kinderaugen zu schauen und mitzuerleben, wie die Kinder staunend und gefesselt meiner Märchengeschichte folgen. Es tut gut festzustellen, dass eine solche Faszination auch ohne Fernseher und Smartphones heute noch möglich ist.« Sabine Willmert 

Silvia Koch

»In der Ernst-Reuter-Schule in der Waldstadt gehen wir seit Einführung der Gemeinschaftsschule neue Wege. Gemeinsam mit meinem Kollegium wollen wir Schule ganz neu denken und Schülern die 21st Century Skills vermitteln. Mit dem Projektfach L.E.B.E.N., dass wir nur in unserer Schule haben, wollen wir als Potenzialentfalter dienen, den Schülern im Engagement die Möglichkeit geben, Selbstwirksamkeit zu spüren und erreichen, dass sie Verantwortung für sich und andere übernehmen. Ich bin sehr glücklich seit vielen Jahren ein Teil der Schulgemeinschaft sein zu dürfen und freu mich, noch viele meiner Ideen umsetzen zu können, aber auch viele Menschen zu finden, die mit uns gemeinsam eine Spur hinterlassen und nicht immer nur den Weg gehen, den es schon gibt.« Silvia Koch

Gabriele Rugo

»Wenn es diesen Job als Schulsekretärin nicht schon gäbe, so müsste man ihn für mich erfinden. Nun bin ich schon mein halbes Leben Sekretärin an der Ernst-Reuter-Schule und lebe und liebe meine Arbeit, die Kinder, meine Chefs und die meisten Lehrer. Ich habe auch eine Aquarium AG an der Schule und die Kinder sind stolz darauf, dabei zu sein. Ein großer Traum wäre natürlich noch ein Salzwasseraquarium an der Schule einzurichten. Durch meine offen Art auf alle am Schulleben Beteiligten zuzugehen, bekomme ich ganz viel glückliche Momente zurück, die mein Leben schöner machen.« Gabriele Rugo

Volker Liedtke

»Schon als kleiner Junge hat mir mein Vater gezeigt, dass man so gut wie alles wieder reparieren kann. Mit den Jahren verbesserten sich mein Geschick und mein Interesse an handwerklichen Arbeiten wuchs stetig. So kam es, dass ich den Beruf des Holzblasinstrumentenmachers erlernte und seit 2006 meinen eigenen Meisterbetrieb für Reparaturen rund um das Holzblasinstrument führe. Nach einem Umzug von der Karlsruher Weststadt im Jahre 2012 arbeite und wohne ich heute in Karlsruhe Durlach und fühle mich hier pudelwohl. Die Nähe zu Frankreich, dem Schwarzwald und dem Pfälzer Wald empfinde ich als Naturfreund ausgesprochen reizvoll und verbringe dort an Wochenenden gerne die Zeit mit meiner Familie. Selbst zum Langlaufen nach Dobel oder Kaltenbronn benötigt man weniger als eine Stunde – einfach genial.« Volker Liedtke

Markus Breig

»Ich bin mit Leidenschaft Fotograf! ​Schon immer hat mich die Kombination von präziser Technik und Kreatives Schaffen fasziniert. Diese Faszination hat mich zur Fotografie geführt und bis heute nicht mehr los gelassen. Durch meine über 30 Jahre Berufserfahrung durfte ich auch lernen, dass Fotografie das Leben viel inniger erfahren lässt. Fotografieren macht mich wacher, neugieriger, sie ist mein Vehikel den Dingen auf den Grund zu gehen. Das darf ich jeden Tag bei meiner Tätigkeit als Wissenschafts- und Industriefotograf am „Karlsruhe Institut für Technologie, KIT“ erfahren. Außerdem praktiziere ich mit Leidenschaft Chen Taiji Chuan. Nicht nur das äußere Leben inniger zu erfahren mit Hilfe meiner Kameras, sondern auch das Leben in meinem Innern zu ergründen, führte mich schon sehr früh zu unterschiedlichsten spirituellen Experimenten, aber erst mit Taiji erlerne ich mit konsequentem Training unter kompetenten Lehrern die Tiefen meines Selbst zu ergründen. Auch wenn ich sicherlich darin ein Anfänger bleiben werde, erfüllt mich dieser Weg mit großer Ehrfurcht und Freude.« Markus Breig

Simone Traub

»Draußen in der Natur fühle ich mich lebendig. Ich bin in Karlsruhe geboren und lebe gern hier. Sowohl beruflich als auch privat sind mir die Menschen, mit denen ich in Kontakt komme, sehr wichtig. Gute Gespräche mit Freunden und lieben Menschen schätze ich sehr. Sie geben mir Energie in meinem oft turbulenten Alltag. Ich habe von 2012 bis 2015 mit meinem Mann und den beiden Kindern in Singapur gelebt. Diese Zeit hat mich persönlich sehr bereichert. Das friedvolle Zusammenleben unterschiedlicher Religionen und Kulturen hat mich dort besonders beeindruckt. Jetzt genieße ich aber auch wieder das Leben hier mit alten und neuen Freunden und der Familie. Ich denke, es lohnt sich ab und an einen Schritt heraus aus der persönlichen Komfortzone zu wagen.« Simone Traub

Hugi Hugel

»Kochen, Kunst und Laufen. Drei tragende Säulen meines Alltags. Alle drei Elemente sind Arbeit und anstrengend. Aber auch unglaublich befriedigend. Karlsruhe bietet für alle Tätigkeiten das perfekte Umfeld. Schönste Laufstrecken, sympathische Bildkäufer und tolle Kochjobs. Verlasse die Stadt immer wieder gerne und bin doch froh wieder zurückzukehren.« Hugi Hugel