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Nadine Knobloch

»Als professionelle Schauspielerin werde ich immer wieder gefragt, warum ich in Karlsruhe bin und nicht in Berlin, Hamburg oder München. Wenn ich dann erzähle, dass hier im Südwesten zahlreiche neue Filmproduktionen entstehen, staunen die meisten. Meine eigenen Produktionen habe ich auch alle hier in Karlsruhe und der Umgebung gedreht, weil ich einfach alles vor der Tür habe, was ich für einen guten Film brauche: Wald, Industrie, Stadt, Land, Fluss – alles an einem Fleck. Der Vorteil des Mediums Film ist es, dass man damit nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist, sondern sein Werk überall präsentieren kann. Und so kann man auch vom kleinen Karlsruhe aus wundervolle Geschichten erzählen, die einmal um die Welt reisen und selbst dort ein Publikum finden, wo man es am allerwenigsten erwartet hätte.« Nadine Knobloch

Hans Robert Hiegel

»Einer Idealstadt gleich ist die historische Innenstadt von Karlsruhe geplant und gebaut. Deren Grundriss mit 32 Strahlen und einer Hauptstraße, mit dem Gegenüber von Kirche und Rathaus symbolisiert Demokratie, Ordnung und Schönheit zugleich.  Ästhetische Überlegungen von Weinbrenner und Hübsch verknüpft mit den gesellschaftlichen und technischen Herausforderungen für morgen als auch Maximen des römischen Baumeisters Vitruv können sich in Karlsruhe zu einer fruchtbaren Plattform für Start-Ups, für den mythologischen Phoenix gerieren.  Heute gibt es in Karlsruhe eine lebendige und bunte Architekturszene mit exzellenten Architekturbüros, Austausch und Diskurs über geographische und intellektuelle Grenzen hinweg.« Hans Robert Hiegel

Ulrich Meyer

»Seit jeher hat mich das Hintergründige, Tiefgründige des menschlichen Geistes fasziniert. Wie erschafft die Psyche Wirklichkeiten? Leben wir alle in der selben Wirklichkeit, in der selben Welt? Wie stellen sich verschiedene Kulturen, verschiedene Menschen das Leben nach dem Tod vor? Wie geben sie ihrem Leben einen Sinn? Ich habe Psychologie studiert, praktiziere seit über 30 Jahren Hypnose, und bin immer noch fasziniert von den Grenzen und Möglichkeiten des menschlichen Geistes. Vor diesem Hintergrund habe ich ein Spiel mit dem Geist entwickelt, bei dem es um Geschichten, Wahrnehmung, Suggestion, Vorannahmen und Täuschungen geht. Diesem Spiel mit dem Geist habe ich im Spuktheater in Karlsruhe ein Zuhause gegeben.« Ulrich Meyer

Oliver Langewitz

»Karlsruhe ist eine Filmstadt. Nicht nur, dass die Karlsruherinnen und Karlsruher zu den eifrigsten Kinogängern in Deutschland gehören. Gerade in den letzten Jahren hat sich zudem eine interessante Filmszene angesiedelt, die von hier aus ihre Projekte plant und oftmals auch direkt vor Ort umsetzt. Auf dem Kreativpark Alter Schlachthof, auf dem sich das Filmhaus Karlsruhe und unser Filmboard Karlsruhe-Büro befindet, ist eine starke Energie zu spüren, die sich in den letzten Jahren kontinuierlich weiter entwickelt hat. Die hiesige Startup-Szene der Kultur- und Kreativwirtschaft, zum Beispiel auch mit spannenden Ausgründungen im Existenzgründerzentrum Perfekt Futur, bereichert unsere Stadt und ermöglicht einen wunderbaren Austausch mit anderen Kreativen. Karlsruhe ist zudem als Drehkulisse höchst interessant, finden sich hier die unterschiedlichsten Epochen und Stile, sodass sowohl Großstadt-Flair als auch ländliches Heimat-Idyll inszeniert werden können. Als gebürtiger Karlsruher mit stark ausgeprägter filmischer Leidenschaft vereinen sich so meine große Heimatverbundenheit mit meiner Berufung.« Oliver Langewitz

Isabel Sanchez-Gonzales

»Als gelernte Schneiderin habe ich ein Modedesignstudium angehängt und viele Jahre im „Haifischbecken“ Modebranche gearbeitet. Irgendwann hat´s mich über viele Ecken nach Baden-Württemberg verschlagen. Hier habe ich einen Quereinstieg gewagt, in die Pelzbranche. Seit September 2010 arbeite ich mit Leidenschaft in meinem kleinen Pelzladen in Karlsruhe. Den Schwerpunkt meiner Arbeit lege ich auf das Thema Recycling. Alte Materialien wie Pelz, Leder, Mehlsäcke u.s.w. werden zu neuem Leben erweckt. Meine Entwürfe sind immer dem Material verbunden und immer in Zusammenarbeit mit meinen Kunden. Da entstehen junge, anspruchsvolle und eigenwillige Designs.« Isabel Sanchez-Gonzales

Annette Röser

»Röser Medienhaus, Balkon, 6.Stock: Diesen Ausblick liebe ich schon immer. Da drüben z. B. ist das Staatstheater, hier das Rathaus, dort flattert die Fahne auf dem Schloss; der eine Turm ist evangelisch, der andere katholisch. Hier geht’s Richtung Schwarzwald, dort Richtung Pfalz … oben ist der Himmel, unten der Landgraben. Je länger ich (hier) lebe, umso mehr sehe ich. Und wenn ich die Augen zumache, sehe ich sogar den Eiffelturm!« Annette Röser

Frank Theurer

»Auswärtige Freunde, die noch niemals in Karlsruhe waren und denen ich meine Lieblingsorte zeige, sind durchweg begeistert von dieser Stadt. Diese Begeisterung für „meine“ Stadt möchte ich bei den Menschen entfachen, die hier leben und arbeiten. Als Citymanager und CIK-Geschäftsführer will ich u.a. helfen, dass Karlsruhe zeigt, was es hat und was es kann und aus diesem Verständnis heraus sich künftig selbstbewusster und mit breiterer Brust präsentiert sowie nach außen auftritt. Karlsruhe ist meine Geburts- und Heimatstadt. Ich lebe und liebe diese Stadt mit Haut und Haaren. Karlsruhe ist nicht zu groß, nicht zu klein, alles ist gut und schnell zu erreichen. Es gibt eine tolle und bunte Kultur, einen hohen Freizeit- und Erholungswert mit Klotze, Schlossgarten, Hardtwald, den Rheinauen und dem Rhein sowie der Nähe zu Elsass, Kraichgau, Pfalz und Schwarzwald. Dazu viel Sonne, Wein und Kulinarik. Lebensqualität made in Baden eben. Zu meinen Lieblingsorten gehört der Stehplatz S4 auf der Gegengerade-Süd im BBBank-Wildpark. Ich bin mit zwei Jahren Mitglied beim KSC geworden und habe in der Jugend für den KSC gespielt, u. a. mit Oliver Kahn. Ansonsten zieht es mich in meinem Stadtteil Beiertheim fast jeden Tag in die Günter Klotz-Anlage an die Alb zum Walken. Hier kann ich Stress und Hektik am schnellsten entfliehen und etwas für Körper und Seele tun.« Frank Theurer

Diana Landmesser

»Vor fast 20 Jahren hat es mich aus beruflichen Gründen aus der Pforzheimer Gegend nach Karlsruhe verschlagen und inzwischen bin ich hier tief verwurzelt. Ich mag die kulturellen Angebote Karlsruhes, ich genieße die Nähe zum Schwarzwald und die Möglichkeiten, die die Natur in und um Karlsruhe bietet. Den Job von damals gibt es nicht mehr, dafür konnte ich vor einigen Jahren meine Leidenschaft Laufen zu meinem Nebenberuf machen und biete seitdem Laufkurse und unterschiedlichste Trainings an. Laufen ist für mich der schönste Sport der Welt, ein wunderbarer Ausgleich zum Alltag, Zeit für mich und die Möglichkeit, laufend die Welt zu entdecken.« Diana Landmesser

Daniel Koschitzki

»Ende der 90er-Jahre bin ich zum Studium an die Karlsruher Musikhochschule gekommen. Aus dem Ausbildungsort wurde meine Wahlheimat und die Homebase meines Ensembles Spark, das ich zusammen mit meiner Karlsruher Blockflötenkollegin Andrea Ritter im Jahr 2007 gegründet habe. Ich schätze das breite kulturelle Angebot, das Karlsruhe zu bieten hat – gerade in der freien Szene. Und ich liebe die Nähe zum Schwarzwald, zum Kraichgau und zum Elsass. An den Karlsruher*innen mag ich ihre Offenheit und ihre Geselligkeit. Diese Herzlichkeit spürt man, wenn man in der Stadt bummelt, auf dem Markt oder in Geschäften unterwegs ist und ich fühle das auch als Musiker auf der Bühne. Die Menschen hier wissen das Leben und die Kultur zu genießen. Ich könnte mir kein schöneres Umfeld wünschen.« Daniel Koschitzki

Anne Helene Kratzert

»Karlsruhe ist eine Stadt mit viel windigem Geist. Man sieht ihn vielleicht erst auf den zweiten Blick, aber er ist da: Kirchen und Friedhöfe, Synagoge und Moscheen, Gemeinde- und Yogazentren, Karlsruhe hat viele spirituelle Orte, die davon erzählen, dass unsere Welt aus mehr besteht als dem, was wir sehen und anfassen können. Als Pfarrerin begleite ich Menschen bei dem, was der Geist ihnen in ihre Lebensgeschichten weht: Durch Abschiede und Neuanfänge, durch Schmerz und Liebe. Das ist herausfordernd und meistens wunderschön. Es belebt unsere Stadt und erzählt zwischen Gerichtsgebäuden, It-Firmen, Behörden und Wildparkstadion davon, dass vieles möglich ist, wenn man sich Gottes Geist durch Herz und Haare gehen lässt. Ich liebe es, eine Geistliche dieser Stadt zu sein.« Anne Helene Kratzert

Björn Wallacher

»Vor 25 Jahren ist Karlsruhe unsere Heimat geworden. Wir genießen das Leben, Geschäftigkeit und auch die erholsame Natur in und um Karlsruhe. Ich selbst bin Koch aus Leidenschaft und freue mich über die bunte Gastronomie in unserer Region. Meine Frau Ulrike und ich ergänzen das Angebot durch Live Cooking direkt bei unseren Kunden. Genuss und Augenschmaus – mit frischen Zutaten verwöhnen wir sie vor Ort.« Björn Wallacher

Peter Oehler

»Ich verbinde mit Heimat oder einem zu Hause nicht unbedingt Karlsruhe – obwohl ich aus der Gegend komme, die vielen Vorteile von Karlsruhe sehr zu schätzen weiß und auch nicht wegziehen möchte. Für mich ist es eher ein Gefühl – ein Gefühl, geborgen und geschützt zu sein, geschätzt und verstanden zu werden, dazuzugehören. Das beginnt für mich persönlich zuerst in und mit meiner Familie, meinem Freundeskreis und meiner eigenen Firma – und im Grunde zuerst sogar in mir selbst. Karlsruhe bietet mir den Raum das zu entfalten und zu genießen.« Peter Oehler

Holger Jacob-Friesen

»Karlsruhe ist eine junge Stadt. Erst 1715 gegründet und im Krieg schwer zerstört, erdrückt sie niemanden mit Geschichte. Aber nahe dem wiederaufgebauten Schloss gibt es ein 1846 eröffnetes, fast unversehrt erhaltenes Schatzhaus der europäischen Kunst: die Kunsthalle, die mir schon als Student auf der Durchreise imponiert hat. Vor gut zwanzig Jahren erhielt ich zu meiner Freude ein Stellenangebot und zog nach Karlsruhe; heute bin ich der Sammlungsleiter. Jetzt müssen die Bilder ausziehen, damit das Gebäude saniert werden kann. Doch die Kultur darf nicht auf Dauer einpacken. Deswegen macht die Kunsthalle weiter – mit Präsentationen im ZKM und in der Orangerie. Und ab 2028 wieder am historisch angestammten Ort.« Holger Jacob-Friesen

Ulrike John

»Als Stuttgarterin hat es mich kurz vor der Jahrtausendwende nach Karlsruhe verschlagen – und ich lebe ausgesprochen gern hier. Das wird mir vor allem bewusst, wenn ich von einer Geschäftsreise zurückkomme. Als Sportreporterin bin ich öfter unterwegs. Wer zum Beispiel einmal in Nordkorea war, der schätzt die Vorteile unseres Rechtsstaates, für den diese Stadt mit ihren Institutionen steht, ganz besonders. Aber ich wünsche mir auch und gerade hier mehr Mut zu Veränderungen, die die Lebensqualität steigern, die gesellschaftlichen Bindungen stärken und soziale Probleme energischer angehen: Wann verbannen wir den Autoverkehr aus der Innenstadt? Warum beleben wir die interessanten Plätze und Orte nicht mit einem Kiosk, wie es in Lissabon zu sehen ist – mit ein paar Tischen und Stühlen drum herum? Wie schaffen wir Anreize, um leerstehenden Wohnraum zu nutzen? Wie entsiegeln wir Flächen? Grundsätzlich interessiert mich Architektur und Städtebau und ich würde mich da auch gerne in Karlsruhe einbringen.« Ulrike John

Andreas Hirsch

»Meine Vorfahren väterlicherseits zogen in den 1860-iger Jahren als Viehhändler von Weingarten nach Karlsruhe und konnten sich hier als Unternehmer entwickeln. Als Fabrikanten für Lederwaren, Signalflaggen und später Sportartikel gaben sie vielen Menschen Arbeit und exportierten die Produkte weltweit. Doch das Unternehmen überstand die Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise nicht und verschwand 1933. Nach dem Leid und der Verfolgung in der Nazi-Zeit kehrte mein Vater 1945 trotz allem nach Karlsruhe zurück und gründete erneut ein Unternehmen, in das mein Bruder Mathias und ich hineingeboren wurden und es seit den 1980-iger Jahren leiten. So bin ich meiner Heimatstadt eng verbunden. Ich wünsche Karlsruhe von Herzen, die großen Herausforderungen zu meistern, weiter in die Zukunft zu investieren, ohne sich zu übernehmen, zum Wohle ihrer Bürgerinnen und Bürger. Meinen Teil will ich dazu beitragen.« Andreas Hirsch

Dunja Hofheinz

»Ich habe in Karlsruhe einen Platz gefunden, in dem ich mich auf verschiedenste Weise ausdrücken darf. Sei es künstlerisch oder bei Trauungen. Die Begegnung mit den Menschen ist für mich dabei wichtig.« Dunja Hofheinz

Claus Temps

»Recht und Rechtsstaatlichkeit zählen für mich zu den größten Kulturleistungen unserer demokratischen Gesellschaft. Die in Karlsruhe ansässigen hohen Gerichte haben als Institutionen und mit ihren Entscheidungen wesentlich zur Stärkung von Demokratie und Rechtssicherheit in unserem Land beigetragen: Karlsruhe ist eine Stadt des Rechts. Und Karlsruhe ist eine Stadt der Kultur. Beides gehört zum Wesenskern Karlsruhes. Für mich, von Haus aus Jurist und seit Anfang der 90er Jahre im Bereich der Kultur in Karlsruhe arbeitend, ist dies eine beglückende Verbindung: Beides prägt und gestaltet die Gesellschaft, beides richtet den Blick auf die Menschen in der Gesellschaft. Ein Zeichen dieser Verbindung ist der Platz der Grundrechte, den Jochen Gerz für Karlsruhe entwickelte und mit vielen Menschen in der Stadt umsetzte. Ich freue mich über dieses Bekenntnis zu Kultur und Recht im Herzen der Stadt, das gleichzeitig Selbstverpflichtung und Auftrag ist.« Claus Temps

Patrick Rodinger

»Im September 2016 bin ich aus einer kleineren Stadt nach Karlsruhe gezogen, um dort mein Studium zu beginnen. Mittlerweile bin ich nicht nur Student, sondern auch der Gründer und Visionär der Refarm GmbH mit Sitz in Karlsruhe. Weil mich die Natur schon immer fasziniert hat und in vielen Städten leider die Verbindung zu dieser meist verloren geht, entschied ich mich dazu, die Stadtbewohner*innen wieder an die Natur heranzuführen. Denn ich möchte meinen Beitrag leisten, Städte grüner, nachhaltiger und biodiverser zu gestalten, für eine Zukunft, die für uns alle lebenswert ist.« Patrick Rodinger

Maria Rave-Schwank

»Als Psychiaterin und Psychotherapeutin habe ich viele Jahre lang seelisch Kranke behandelt und später Geflüchtete unterstützt. Zwei Gruppen, die von uns immer noch zu wenig einbezogen werden. Wenn wir an die Orte gehen, wo Geflüchtete sich treffen, werden wir bereichert. Wir können dort lernen, was sie essen, was sie singen, was sie können. Ich bin dankbar, in einer demokratisch regierten Gesellschaft zu leben – trotz aller Defizite – und werbe dafür, sich einzumischen und sich an den Aufgaben unserer Stadt zu beteiligen.« Maria Rave-Schwank

Manuela Seith

»Geboren in Karlsruhe, zusammen mit meinen Eltern und Großeltern mit 14 Jahren an meiner ersten Demo gegen die Eingemeindung von Neureut nach Karlsruhe teilgenommen, wollte ich mit 18 Jahren dann unbedingt weg aus meiner Heimatsstadt. Damals nannte ich Karlsruhe ‚braun-beige‘ – heute wären diese Milchkaffee-/Schokofarben ja voll im Trend – damals stand diese Farbzuordnung für mich für einen eher uninteressanten Einheitsbrei. Inzwischen lebe ich seit über 40 Jahren sehr glücklich in und verbunden mit unserer Sonnenstadt Karlsruhe. Kultur, insbesonders Musik, liegt mir sehr am Herzen, so war es nicht verwunderlich, dass ich meinen Mann auf dem FESTHügel kennen gelernt oder später dann in meinem Laden regelmäßig Livekonzerte angeboten habe.« Manuela Seith