»Es war eine sehr bewusste Entscheidung einen Unverpackt-Laden zu gründen. Der intensive Austausch zu großen und kleinen Fragen des Lebens mit Freunden und Fremden macht meinen Alltag ganz besonders interessant und abwechslungsreich. Karlsruhe bietet mir ein interessiertes Netzwerk und neue Perspektiven. Ich mag die Karlsruher sehr.« Stefanie Meth
»Karlsruhe ist die Stadt der Erfinder und Entwickler. Zwei der bedeutendsten Erfindungen der Menschheit stehen in Zusammenhang mit Karlsruhe: das Fahrrad und das Automobil. Es bereit mir viel Freude, mich in die Köpfe meiner Mitmenschen hineinzuversetzen und mir Lösungen zu überlegen, durch die das Leben noch angenehmer, noch besser wird. Diese intrinsische Motivation verfolgt mich schon mein Leben lang.« Liam Kastner
»Zahlreiche Park-und Grünanlagen garantieren die Lebensqualität der Stadt Karlsruhe. Weltbekannte Erholungslandschaften wie der Schwarzwald, die Vogesen, das Pfälzer Bergland und die „badische Toskana“ – der Kraichgau – sind in Wochenendentfernung, aber nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem PKW erreichbar. Der Zwischenraum – die Region der Oberrheinebene – beidseits des Rheins mit ihren Feldern, Wäldern und zahlreichen Baggerseen, Flüssen und Bächen, den Städten und Dörfern, mit ihren Sehenswürdigkeiten und Gasthäusern ist durch Rad- und Wanderwege wenig erschlossen. Es fehlen schattige Alleen, Sitzplätze und Erholungseinrichtungen insbesondere auch für Kinder. Die Pamina-Region – auch als Erholungsregion – würde die Standortqualität entscheidend stärken.« Robert Mürb
»Seit über 20 Jahren Teil der Graffiti-Kultur und schätze es von Tag zu Tag auf ein Neues, was das Combo Hip-Hop-Kulturzentrum der Stadt Karlsruhe der lokalen und internationalen Szene für Möglichkeiten bietet.« Moter.one
»In der Medizin tätig sein zu dürfen, ist mir eine große Freude. Diese und das dazugehörige Wissen und Können an andere, besonders an unseren Nachwuchs, zu vermitteln, ist eine unserer zentralen Aufgaben. Menschen dazu zu bringen, mit einer stabilen Grundlage Entscheidungen zu treffen, ihre Fähigkeiten zu nutzen und Limitationen zu erkennen. Sinnvolle Veränderung und Entwicklung erreichen wir vor allem durch kritische Weitergabe, dessen, was uns geprägt hat. Fehler, Erfahrungen und Erfolge. Mir ist es wichtig, Teil dieser Vermittlung sein zu dürfen und vielleicht sogar entsprechende Spuren zu hinterlassen. Meine Heimat ist Karlsruhe. Von hier ausschwärmen, unterwegs Ideen fangen, hier gestalten. Das ist mir eine Ehre.« Christoph Nießner
»Die facettenreiche Naturkunde hat mich schon als Kind fasziniert. In Westfalen neben einer Kiebitzwiese aufgewachsen, habe ich inzwischen den größten Teil meines Lebens in Baden verbracht, vor allem in Karlsruhe. Am dortigen Naturkundemuseum konnte ich meine Begeisterung für die Vielfalt der Natur – ob vor der Haustür oder in Hotspots der Biodiversität – mit viel Publikum teilen. An Karlsruhe gefällt mir vor allem die gute Zusammenarbeit der Kultureinrichtungen. So konnte ich mit dem ZKM eine Ausstellung über die Ursprünge des Lebens kuratieren, einschließlich der eigens aus Australien importierten Installation Living Rocks, die Spuren frühen Lebens visualisiert.« Norbert Lenz
»Kürzlich bin ich auf einen klassischen Text der amerikanischen Soziologie aufmerksam geworden: The Strength of Weak Ties von Marc Granovetter aus dem Jahr 1973. Im Unterschied zu den starken Bindungen in Freundschaft und Familie macht er auf die Stärke der schwachen Bindungen aufmerksam – Bindungen, die wir zu Menschen unserer näheren und weiteren Umgebung unterhalten und die für unser soziales (Über-)Leben unerlässlich sind – mehr als uns dies im allgemeinen bewusst ist. Wenn ich 2023 Karlsruhe nach vierzehn Jahren verlasse, so werde ich eine große Zahl solcher schwachen, aber lebenswichtigen Beziehungen hinter mir lassen; auch einige zu Personen in diesem Portal. Noch ist Karlsruhe mein Lebens- und Arbeitsort, doch langsam ahne ich, welche Bedeutung die Stadt der Kultur, des Rechts, des Wissens für mich gewonnen hat. Aber Karlsruhe ist für mich vor allem die Stadt der Menschen, von denen viele starke Bindungen zur Kunst und zur Kunsthalle haben. Ich werde sie vermissen.« Pia Müller-Tamm
»You can get it, if you really want war schon damals mein Motto auf dem Weg in die Selbständigkeit: 2010 habe ich meinen eigenen Brillenladen am Lidellplatz eröffnet. Angekommen.« Ulrike Siebigteroth
»Karlsruhe ist für mich eine Stadt mit besonderen Dimensionen. Sie ist nicht zu klein, um Großstadt zu sein, aber sie behält bei dieser Größe die Übersichtlichkeit, die ihren Einwohnenden Orientierung gibt. Das sorgt beständig für interessante Begegnungen mit Menschen und deren spannende Themen. Und das auf hohem Niveau. Dabei hat schon der Stadtgründer den Bürgerinnen und Bürgern etwas mit in die Wiege gelegt, das heute vielleicht mehr wert ist als jemals zuvor, nämlich, eine offene Stadt zu sein, offen für Menschen unterschiedlicher Religionen und offen für die Wissenschaften. Eine Stadt für freiheitliches Denken. Das ist vielleicht die wichtigste Dimension, die in Karlsruhe an verschiedenen Punkten erfahrbar und erlebbar ist. Recht und Demokratie sind als wesentliche Bausteine im Markenkern der Stadt Karlsruhe fest verankert.« Britta Wirtz
»Vor gut 30 Jahren sind wir aus dem Schwäbischen hier her gezogen. Und schön war es hier – und ganz schön warm. Vor gut 20 Jahren haben wir die evangelische Freikirche ICF Karlsruhe gegründet, deren Gottesdienste heute von über 1500 Menschen besucht werden. Wie kommt man auf die Idee, eine evangelische Freikirche zu gründen? Wir haben zuvor in der Jugendarbeit der evangelischen Kirche gearbeitet. In dieser Zeit haben wir viele Menschen kennen gelernt, die mit der Kirche abgeschlossen hatten. Und trotzdem waren sie nicht „gottlos“ – nur halt „kirchenlos“. Wir haben uns gefragt, wie eine Kirche aussehen müsste, zu der wir diese wunderbaren Menschen einladen können. Eine Kirche, die offen ist für Menschen, die Gottesdienste bislang eher selten besuchen. Viele dieser Menschen haben bei uns „Kirche neu erleben“ dürfen.« Sibylle & Steffen Beck
»Aufgewachsen in Hessen, folgte ich meiner kreativen Art und wurde Steinmetz- und Steinbildhauergeselle. Gestalten, eine Idee, eine Vision konkret werden lassen, ist ganz mein Thema. Diesen Anspruch habe ich auch an meinen christlichen Glauben. Erst in der Verbindung von Gebet und sozial-caritativer Zuwendung entfaltet für mich das Christ-Sein seinen vollen Gehalt und seine Schönheit. Diese Erkenntnis weckte in mir die Begeisterung dafür mit Menschen das Leben gestalten zu wollen. Also machte ich mich auf, um Seelsorger zu werden und studierte in Rheinland-Pfalz Philosophie und kath. Theologie sowie Pastoralpsychologie. Während ich heute mit meiner Familie auf dem Lande wohne, ist der Stadt- und Landkreis Karlsruhe zu meiner neuen beruflichen Heimat geworden. Als kath. Diakon in St. Stephan, Polizeiseelsorger und kath. Leiter der Notfallseelsorge Karlsruhe lebe ich nun die von mir gewünschte Einheit von Glauben und Zuwendung zu den Menschen: In Krisen- und Belastungssituationen die seelsorgerische Nähe der Kirche erfahrbar zu machen.« Thomas Christl
»Immer wenn’s holprig wird auf dem Lebensweg, dann steht der nächste Entwicklungsschritt an. Geholpert – gefallen – aufgestanden – das ist die Energie des Clowns. Ein Clownskurs brachte mich wieder in Berührung mit meiner Lebendigkeit und seitdem hüte ich sie wie einen Schatz.« Simone Lachenmeier
»Radfahren ist eine Reise, auch wenn es nur 10 Minuten zur Arbeit sind. Zielgerichtetes Radeln, so schnell wie möglich zum Ziel zu kommen, ist mir nicht gelegen. Ich mache gerne Umwege. Um die Ecke könnte eine nette (oder böse?) Überraschung auf mich warten. Oder einfach mal stehen bleiben. Franzosen sprachen von Randonnee, d. h. ungefähr umherirren oder wandern. Das finde ich schön. Ich liebe auch französische Randonneur-Fahrräder. Und, das Leben ist auch eine Reise, d. h. unterwegs zu sein. Hier ist das Endziel ganz klar determiniert als Tod. Da möchte ich nicht zielstrebig sein und mache liebend gerne viele Umwege.« Yuji Kimura
»Über Musik schreiben ist wie zu Architektur tanzen. Auf meine All-Time-Favorite-Band But Alive habe ich in beruflicher Hinsicht nicht gehört – und bin Stadtmagazin-Redaktionsleiter im INKA Verlag geworden. Seit der Stuttgarter Studienzeit an der Hochschule der Medien und der Uni Hohenheim in den 2000ern als leidenschaftlicher Rock Around The Clock-Journalist in Karlsruhe und Region unterwegs, geht’s nach getaner (Kultur-)Textarbeit mit Hundemadame Puce aber ebenso gerne zurück ins Heimatstädtchen Bretten. Oder noch besser gleich durchstarten bis Zürich, meinem dritten Lebensmittelpunkt.« Patrick Wurster
»Seit über fünf Jahren betreue ich die Minigolf-Anlage an der Beiertheimer Allee. Mit dem Warten und Reinigen der Anlage und der Betreuung der Kunden bin ich mit meinen 75 Jahren immer gut beschäftigt. Der Umgang mit den Menschen aller Altersstufen macht mir große Freude und für jeden habe ich einen guten Spruch parat. Hier kann sich jeder entspannen und zur Ruhe kommen.« Hans-Peter Breitfeld
»1968 in Karlsruhe geboren. Die 68er habe ich nicht mehr erlebt, aber sie sind fest verankert in mir, der Aufbruch, das neue Wagen, der Umbruch. Als Sonntagskind war nicht alles gut, grade als Legastheniker war der Weg voller Steine. Che Guevara sagte: Wenn man ein Land kennen lernen will, muss man ins Altersheim oder unter die Brücken gucken. Also habe ich mich auf den Weg gemacht, in Indien und Nepal in Kinderheimen, in Brasilien mit Straßenkindern und in Marokko und Ägypten mit Jugendlichen gearbeitet. In den letzten 10 Jahren habe ich die SchatzINsel, einen Sinnesgarten, aufgebaut. Dazu spiele ich seit 5 Jahren noch die Drehorgel. Andere Menschen — vor allem Kinder und alte Menschen — glücklich zu machen, und sei es nur für einen kurzen Augenblick, ist etwas sehr schönes. Frei nach Erich Fromm: glücklich sein ist wunderbar, das Streben Glück haben zu wollen, ist dagegen pure Zeitverschwendung 😉 .« Jochen Freiberger
»Eigentlich bin ich naturwissenschaftlich geprägt. Aber wie es halt so ist, mit der Eigentlichkeit. Kunst, Kultur, Kreativität bietet nicht die eine Wahrheit an. Sie bietet mehr: Perspektiven. Schön, dass Karlsruhe das auch möchte.« Christian Bader
Was es ist
Was ist es, das man hat
Das man will und doch
Auch braucht zum Leben
Es ist als stünde man
In einem großen Loch
Nicht dort wo man will
Ohne richtigen Plan
Es ist sinnlich still
Was ist es, das man hat
Oft ist man wild und noch
So klein und unscheinbar
Ein Teil des Ganzen, doch
Wie sehr man noch glaubt
Zu ändern was offenbar
Jedem die Sinne raubt
Das Wesen in jedem
Was ist es, das man brauch‘
Zum Sein und sich regen
Um zu seh’n und versteh’n
Und das Fühlen, ja auch
Das Wissen und zu können
Sich zu vergessen, ja
Man lebt um sich zu gönnen
Man lebt um Mensch zu sein
David Weber
»Ich lebe schon lange als freiberufliche Geigerin in Karlsruhe. Hier ist es wunderbar! Hier gibt es Raum, in den man gestaltend eingreifen kann. Hier kann man der Phantasie ihren freien Lauf lassen, und das habe ich reichlich getan: Streichquartett, Gründung der Kammerphilharmonie Karlsruhe mit vielen verschiedenen Konzertformaten, Klaviertrio, Unterrichten (meine große Liebe), Konzerte mit historischem Instrumentarium, 2001 Gründung eines neuen Streicherklassenmodells, mit dem ich eine riesige Zahl an Grundschulkindern erreichen konnte und kann – alles ist hier wahr geworden. Die Vernetzung unter uns Musikern ist großartig, die öffentliche Vernetzung für Konzertreisen optimal. Und das beste ist die Lage so nah an so viel Natur! Mir gefällt es hier!« Martina Bartsch
»Ein Raum ohne Bücher ist ein Körper ohne Seele. Cicero
Bücher haben mich das ganze Leben begleitet. Angefangen mit Kinder-,bzw. Märchenbüchern über Schulbücher, Comics, Gruselromane bis hin zu geistreicher Literatur, waren Bücher der ständige Begleiter. Seit 37 Jahren darf ich mich Buchbinder nennen und es macht mir unheimlich Spaß, Menschen in und um Karlsruhe mit meinem Handwerk zu erfreuen.« Marco Pfeiffer