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Jeannine Doll

»Mit Karlsruher Kindern in die Geheimnisse des Lesens und Schreibens einzutauchen, fasziniert mich immer wieder aufs Neue. Inzwischen darf ich diese Faszination auch angehenden Grundschullehrerinnen und -lehrern im Semesterpraktikum weitergeben. Diesen ist häufig noch nicht klar, welchen Umfang in der professionellen Ausübung des Lehrerberufs, die Aufgaben außerhalb des Unterrichts einnehmen. Dazu gehören nicht nur die Unterrichtsvorbereitungen sondern auch die Zusammenarbeit mit Eltern, Kindergärten und vielen anderen. Auch sind in den letzten Jahren viele neue Herausforderungen wie die Vermittlung digitaler Kompetenzen, zunehmend mehr Inklusion oder die Integration von Flüchtlingskindern, dazugekommen. Auf dem Bild ist es nicht zu sehen, allerdings erfahre ich im Alltag immer wieder Unterstützung durch das Team der Gutenbergschule Karlsruhe.« Jeannine Doll

Latifah Abdel

»Tanzen ist Verbindung. Verbindung zu sich Selbst, zu anderen Mitmenschen und zum Hier und Jetzt. Mein Hier ist seit über 16 Jahren Karlsruhe und seine Umgebung.« Latifah Abdel

Stefanie Patruno

»Es ist ein Privileg, mich tagtäglich mit Kunst und Kultur auseinanderzusetzen – es bietet die Konfrontation mit der Wirklichkeit, die Beschäftigung mit der Vergangenheit und ihren Werten, aber eröffnet auch Möglichkeitsräume für Zukunftsvisionen. Seit 2021 ist Karlsruhe mein neuer Lebens- und Arbeitsort. Hier treffen eine blühende Museumslandschaft, eine Hochburg der freien Kulturszene, eine vielfältige Hochschul- und Forschungslandschaft sowie eine UNESCO-Creative City of Media Arts aufeinander mit Menschen, von denen viele spannende Impulse, Netzwerke und Dialoge ausgehen. Es macht großen Spaß, in einer multikulturellen Gesellschaft wie Karlsruhe über Kunst, Kultur und kulturelle Bildung zu diskutieren, um die positiven Elemente kultureller Vielfalt herauszustellen, Teilhabe zu befördern und gemeinsam weitere Zukunftsprozesse anzustoßen.« Stefanie Patruno

Catalina García

»Ich lebe seit etwa 5 Jahren in Karlsruhe. Da ich aus einem Land am Ende der Welt komme, war Karlsruhe für mich eine völlig unbekannte Welt. Eine der Herausforderungen bestand darin, die Sprache zu lernen, denn ich wusste, dass dies die einzige Möglichkeit war, mich zu integrieren und diese neue Welt zu entdecken. Die Stadtbibliothek Karlsruhe öffnete mir ihre Türen, ich besuchte sie zunächst als Benutzer und war überrascht, Bücher in Spanisch (meiner Muttersprache) zu finden. Seit fast drei Jahren bin ich in der Stadtbücherei Durlach als Bibliothekarin für den Bereich Kinder und Jugendliche zuständig. Dank meiner Arbeit habe ich die Möglichkeit, mit Familien, Kindern und Jugendlichen in Kontakt zu treten und mich weiterhin von dieser Stadt und der wunderbaren Welt der Bibliotheken verzaubern zu lassen.« Catalina García

Linda Fabry & Thorsten Keller

»Wir sind ein junges und unabhängiges Studio für Marken­entwicklung und Design. Als morgen & heute design studio unterstützen wir Unternehmen, Institutionen und Produkte durch klare Strategien, stringente Gestaltung und authentische Geschichten zu kraftvollen und unverwechselbaren Marken in einer digitalen Welt zu wachsen. Für uns ist Karlsruhe mehr als ZKM und Bundesverfassungsgericht. Es ist kreative Heimat mit vielen inspirierenden Orten und Ecken, wie dem Steamwork von Goodspaces in der Südweststadt, in dem wir unser Studio haben. Wir möchten dazu beitragen, dass die Menschen das auch über die Karlsruher Grenzen hinaus wahrnehmen.« Linda Fabry & Thorsten Keller

Felicitas Steck

»Seit 18 Jahren bin ich jetzt schon selbständig mit der Felicitas Steck Netzwerkgesellschaft. Als Unternehmensberaterin und Coach berate ich vor allem Architekt:innen, Ingenieur:innen und Existenzgründer:innen aus Baden-Württemberg, aber inzwischen auch aus ganz Deutschland. Es macht mir Spaß, Menschen auf ihrem Weg beim Aufbau eines erfolgreichen Unternehmens zu unterstützen und zu begleiten. Die Schnittstelle zwischen wirtschaftlichen Know-How und Kreativität ist eine Herausforderung, die ich gerne mit Leben fülle und mit meinem Know-how unterstütze. Hier in Karlsruhe gibt es eine spannende Gründer:innen community in der ich unterwegs sein darf und wo ich auf viele interessante Ideen von sehr engagierten Menschen treffe. Auch die Architekturszene hier ist sehr aktiv, Themen wie Stadt- und Quartiersentwicklung, nachhaltiges Bauen, urban gardening und Wohnprojekte blühen in Karlsruhe.« Felicitas Steck

Eli Steiner

»Ich kam im August 1983 nach Karlsruhe. Damals erlebte ich eine Stadt, die geprägt war von den Studierenden der Technischen Universität und einem hohen Anteil Menschen, die in öffentlichen Verwaltungen arbeiteten. Im Laufe der Jahre veränderte sich die Stadt, das Leben der Menschen spielte sich viel mehr auf der Straße, in Kneipen, Cafés und Grünanlagen ab. Leben wurde vielfältiger und bunter. Heute bin ich froh in einer Stadt zu leben, die Menschen aus aller Welt willkommen heißt, in der Vielfalt immer deutlicher sichtbar wird und dies auch von der Stadtpolitik unterstützt wird. In meinen beruflichen Alltag als Leiterin des „Queeren und Jugendzentrum LA ViE“ und des „Kinder- und Jugendhause Südwest“, beides Einrichtungen des Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe, erlebe ich diese Entwicklung hautnah.« Eli Steiner

Sabrina Arena

»Das Leben kann manchmal ein ganz schöner Spagat sein. Als Beamtin im öffentlichen Dienst, die ihren Beruf liebt, und gleichzeitig eine ausgeprägte spirituelle Seite mit sensibler Wahrnehmung innehat, weiß ich wovon ich da spreche. Karlsruhe vereint diese beiden Anteile meines Lebens in sehr ausbalancierter und gesunder Art und Weise im Außen. Dass diese Stadt als mein gewählter Wohnort der Sitz bedeutender juristischer Instanzen ist und gleichzeitig Zugang zu so viel Natur, Freude und Vielfalt an Menschen bietet, um auch die feinstoffliche Ebene zu bedienen und ausleben zu können, hat mir gezeigt, dass ich mich gar nicht für den juristischen oder den spirituellen Teil in mir entscheiden muss. Alle Anteile unserer Selbst wollen gelebt werden und sind durchaus vereinbar. Umso schöner, wenn das so gut möglich ist wie hier.« Sabrina Arena

Christina Merz

»In mein Büro für Zukunftsprojekte und Förderung in die Südweststadt kommen Menschen, die Projekte für eine lebenswerte Zukunft umsetzen möchten. Als Fördermittelberaterin unterstütze ich sie herauszufinden, ob wir für die Verwirklichung öffentliche Gelder bekommen. Oft darf ich dabei nah dran sein an der Innovation. Auch wenn ich bundesweit tätig bin, Karlsruhe ist für mich der perfekte Ausgangspunkt hierfür. Ich glaube, es ist diese Mischung aus Innovationsgeist und Naturnähe. Da weht durch diese Stadt – trotz der derzeitigen Krisen – so eine Aufbruchstimmung und es entstehen weiter neue Räume für Innovation, für Kreativität, für Kultur und Nachhaltigkeit. Das nimmt mich mit, das stimmt mich positiv.« Christina Merz

Simone Irschlinger

»Beruflich bin ich vor einem Jahr nach Karlsruhe gekommen und arbeite in der Kirchengemeinde und im Stadtkloster als Pastoralreferentin. Besonders die offene, herzliche und freundliche Art der Menschen hier in Karlsruhe, haben mir mein Ankommen sehr erleichtert. Von Anfang an habe ich mich sehr wohl und aufgenommen gefühlt. Es ist schön und tut gut, in einer Stadt wie Karlsruhe Heimat zu finden.« Simone Irschlinger

Dike Lawrence Uwakwe

»Ich wohne jetzt seit über einem Jahr in Karlsruhe. Ich bin wegen meines priesterlichen Dienstes hierher gekommen. Als katholischer Priester muss man von Ort zu Ort ziehen, je nach Bedarf der Diözese. Ich finde Karlsruhe schön und interessant, nicht nur wegen der Geschichte, der Bauwerke und Sehenswürdigkeiten der Stadt, sondern auch wegen der Menschen. Hier trifft man Menschen aus verschiedenen Teilen der Welt, mit unterschiedlicher Mentalität und Orientierung. Während ich aus dieser Vielfalt, die ich hier in Karlsruhe vorfinde, Erfahrungen gewinne, möchte ich einen Teil von dem weitergeben, was mir lieb und teuer ist, nämlich meinen Glauben. Ich hoffe, dass einige dadurch Freude, Sicherheit und Frieden in ihrem Leben finden werden.« Dike Lawrence Uwakwe

Heike Bleckmann

»Als Musikerin beschäftige ich mich viel mit den Biografien und Werken von Komponistinnen. In diesem Haus am Kaiserplatz hat Pauline Viardot-Garcia, eine der großen Sängerinnen des 19. Jahrhunderts und auch Komponistin wunderbarer Lieder zwei Winter verbracht. Es bereitet mir große Freude, in Karlsruhe, der Stadt, in der ich seit Jahrzehnten lebe und arbeite, den Spuren der reichhaltigen Musikgeschichte zu folgen und daraus Konzertprojekte zu formen und zur Aufführung zu bringen.« Heike Bleckmann

Sandra Czepielewski & Serdar Kunduz

»#seimensch ist eine gemeinnützige Organisation. Wir organisieren seit 2020 wöchentlich Lebensmittelausgaben für bedürftige Menschen, die in erster Linie durch private Spenden getragen werden. Zu Beginn, war es nur eine Initiative aus Leidenschaft und ist jetzt als offizielle Organisation ein fester Bestandteil im Herzen von Karlsruhe. Und das macht uns Stolz! Wir organisieren zusätzlich Projekte im Bereich Obdachlosenhilfe, Unterstützung anderer Projekte und planen auch in Zukunft größere Aktionen.« Sandra Czepielewski & Serdar Kunduz

Fried-Jürgen Bachl

»Laufen und Bewegung macht Freude – es ist ein Geschenk des Lebens. U.a. über den Baden-Marathon versuche ich das etwas in die Köpfe und Beine zu bringen. Menschen offen begegnen zu können, mit Ihnen gemeinsam etwas zu (er-)schaffen, organisieren und fortzuentwickeln begeistert mich. Die Vielfalt des Lebens, Möglichkeiten und Potentiale zu entdecken – ist etwas was nicht nur – aber eben auch in Karlsruhe – gut möglich war und ist. Ein Fahrrad bei dem ich neben den Füßen meine Arme zum Antrieb nutzen kann ist für mich ein schönes Symbol für Beweglichkeit – hoffentlich körperlich und geistig ? – und freies, kreatives Vorankommen.« Fried-Jürgen Bachl

Selina Trick

»Laufen ist meine Leidenschaft! Wenn ich meine Laufschuhe schnüre heißt das für mich – Entspannung und Ausgleich vom Alltag. Nach einem Unfall im letzten Jahr mit einer Verletzung am Fuß waren die Prognosen wieder laufen zu können nicht die Besten. Da es mein inniger Wunsch war meiner Leidenschaft wieder nachzugehen und dank unermüdlicher Unterstützung meines Physiotherapeuten, laufe ich heute wieder fast schmerzfrei kleinere Distanzen. In der Zwischenzeit konnten auch meine Laufkurse wieder starten und es macht mir sehr viel Spaß die Frauen zu motivieren. Ich bin sehr dankbar mit so vielen tollen Mädels zu trainieren und sie dadurch kennengelernt zu haben. Wir freuen uns immer über neue Läuferinnen in unserer Gruppe – aber: #girlsonly.« Selina Trick

Christine Frey

»Ich leite das Bühnensprung Improtheater & Akademie in Karlsruhe seit 2009. Die öffentlichen Seminare finden in Karlsruhe im Gewerbehof statt oder in der Südpfalz. Darüber hinaus kann man mich und mein Ensemble mit unterhaltsamen Improtheater-Shows auf der Bühne im Theater Kabarett in der Orgelfabrik sehen. Buchbar ist das Improtheater für Unternehmen und Privat-Events mit witzigen Improtheater-Shows oder nachhaltigen Seminaren zu dem Themen Teambuilding, Kommunikation, Agilität und Persönlichkeitsentwicklung. In meinen Improtheater-, Fooling- und Clown-Kursen ist es mein Ziel den Teilnehmer:innen durch einen sicheren Rahmen Frei-Raum und Spielfreude zur kreativen persönlichen Entfaltung zu ermöglichen. Alle sollen das Gefühl haben, dass sie in Ordnung sind, so wie sie sich zeigen, mit ihren ganzen Eigenheiten, Widersprüchlichkeiten und Verrücktheiten. Mein Anleitungsstil ist humorvoll, entspannt und positiv motivierend. Ich bestärke die Menschen behutsam, die eigene Komfortzone zu verlassen, ohne dass persönliche Grenzen überschritten werden. Diese Arbeit macht mir riesigen Spass, ist auch sehr berührend und wirklich ein grosses Geschenk für mich. Denn das Leben ist eine Bühne.« Christine Frey

Ole Hoffmann

»In jede vernünftige Stadt gehört nunmal ein vernünftiges Kabarett und deshalb betreibe ich die Spiegelfechter in der Orgelfabrik in Durlach. Sie sind die Ausgeburt einer nächtlichen Stunde im Jahr 1989. Seit Jahrzehnten begebe ich mich hier nun ins Reich des Abwägens und finde mich dort, ziemlich schnell, immer wieder, ziemlich alleine wieder. Klar. Auch in Karlsruhe hat mensch im Grunde dafür auch keine Zeit. Termindruck eben. Mit der Rolltreppe rauf ins Fitness- Studio, zwei Stunden strampeln und Gewichte heben, mit der Rolltreppe runter. In der Natur herrscht bekanntlich the „Survival of the fittest“. In unsrem schönen Kabarett bieten wir rasante Szenen und feinsinnige Beobachtungen aus der privaten und politischen Alltagswelt, eingebettet in historische und biologische Irrtümer der Neuzeit. Jedes Jahr entsteht hier ein Standardwerk der unvoreingenommenen Menschenbetrachtung in Wort und Bild. Energiegeladen und gut gelaunt präsentiert in einem brisanten kabarettistisch-pointenreichen Amoklauf der Spiegelfechter.« Ole Hoffmann

Alexandra Ries

»Wenn man mich vor 20 Jahren gefragt hat, wo ich gerne leben und arbeiten möchte, dann habe ich mit voller Überzeugung „Karlsruhe” gesagt. Zu dieser Zeit war ich immer mal wieder beruflich in den USA tätig, zuvor für das Studium in Heidelberg und hatte doch aber immer meine wichtigen Wurzeln in Karlsruhe und der Region. Ich habe damals die wertvolle Erfahrung gemacht, dass ich überall auf der Welt arbeiten und leben kann, es aber hier tun möchte. Ich durfte in der Innenstadt, der Altstadt, der Südstadt und der Weststadt leben und in allen Stadtteilen habe ich mich sehr wohl gefühlt. Fast jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charme und seinen eigenen „Kiez“, wenn man sich da rein bewegt und nicht nur dort „wohnt”. Heute ist Durlach meine Heimat und das sage ich sehr liebevoll. Durlach hat es mir ermöglicht, mit meiner Familie die bisher schönsten Jahre meines Lebens zu verbringen. Ehefrau und Mutter zu sein, beruflich ganz tolle Kolleginnen und Kollegen zu haben, Freude, Wertschätzung und soziales Engagement jeden Tag zu spüren und vor allem das Gefühl zu haben, dass es sich richtig gut anfühlt, hier in Karlsruhe zu sein.« Alexandra Ries

Sara Ehsan

»Ich lief weinend aus dem Zimmer des Flüchtlingsheims in Karlsruhe und schrie: „Das ist nicht mein Heim“, als ich es zum ersten Mal erblickte, mit zarten acht Jahren. Ein Zimmer mit zehn Stockbetten, die wir mit wildfremden Menschen teilen sollten. Karlsruhe wurde eher zu einem Ort, der vor allem durch seine Menschen mich prägte. Hier begegnete ich meiner ersten Liebe, hier heiratete ich, und hier kam mein Kind zur Welt, hier empfahl mir mein Literaturlehrer am Abendgymnasium meine Gedichte zu veröffentlichen und hier wurde ich zur Autorin. Ich schätze vor allem die Seen und die Natur der Umgebung, die mir schon immer als Fluchtort vor dem Lärm und Gewusel der Stadt diente. Ich wünschte mir ein grüneres Karlsruhe, ein Ort wo mehr Pflanzen statt Asphalt existieren könnten, ein Zufluchtsort für alle durchreisenden Tiere und Menschen und auch für die, die hierbleiben wollen.« Sara Ehsan

Andrea Menges-Fleig

»Meine Heimatstadt Karlsruhe ist geprägt von Verwaltung, Medienkunst, den hohen Gerichten und dem KIT, einer der besten Universitäten Deutschlands. Weniger bekannt sind geistesgeschichtliche, literarische und kulturelle, medizinische, therapeutische Ansätze, die sich in einer Vielzahl von Institutionen, in exzellenten Kliniken darstellen. Das Rote Haus Karlsruhe habe ich nach dem Erwerb 2016 konzeptionell zum Therapie-, Kultur- und Begegnungszentrum erweitert. Die selbständigen Therapeuten verfolgen dort in einer Atmosphäre von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung individuell angepasste Therapieansätze.« Andrea Menges-Fleig