
»Mein Lieblingsort in Karlsruhe ist der Botanische Garten. Die fürstliche Tradition der Pflege von Blumen und Pflanzen vielerlei Art wird staatlich fortgeführt, zur Freude aller. Vom Umbau der geschlossenen Kunsthalle nebenan hört man schweres Gerät, aber die Orangerie steht uns wieder als Ausstellungsort zur Verfügung – das ist eine große Freude.« Dorit Schäfer
»Menschen verbinden, Erfahrungen teilen und sich gegenseitig unterstützen – das ist mir wichtig. Deshalb engagiere ich mich auch ehrenamtlich in der Karlsruher Vereinigung für psychisch kranke Kinder und Jugendliche e.V. « Andrea Kübeck
»Dampflok fahren, das ist für mich mehr als ein Hobby. Es bedeutet Kultur, Wissen und die längst vergangene Zunft der Heizer und Dampflokomotivführer zu erhalten. Mit der GREIF wirkt man zudem aktiv am Stadtgeschehen mit; ich behaupte es gibt wenige Karlsruher Kinder, die sich über die Lok nicht freuten, und dachten: „Jetzt will ich Lokführer*in werden!“. Diese Freude und Begeisterung möchte ich unseren Fahrgästen als Lokführer erwidern.« Silvan Schillo
»Die aktuellen Krisen erfordern einen stärkeren Austausch zwischen lokalen Akteur:innen und globalen Netzwerken sowie die Bereitschaft, Erfahrungen zu teilen und voneinander zu lernen. Weltweit gibt es für uns als Architekt:innen eine Fülle von herausfordernden, aber auch sehr spannenden Aufgaben. Internationale Kooperationen bieten neue Perspektiven für die fachliche Debatte, die Reflexion unseres Tuns und neue Gestaltungsansätze unserer Lebensräume insgesamt.« Barbara Engel
»Was vor 20 Jahren als Hobby begann, wurde für mich seit 2016 zum Beruf und zur Passion. Gemeinsam mit meinem Team erhalte ich die seit 1968 im Karlsruher Schlossgarten fahrende Dampflok GREIF betriebsfähig. Eine Fahrt mit der Dampflok erweckt echte Emotionen bei Kindern und Erwachsenen, da die Technik mit Feuer, Wasser und Dampf lebendig erscheint.« Steffen Waidelich
»Anders als der Brunnen am Werderplatz hat die Südstadt nicht nur zwei Gesichter: Sie ist bunt und vielfältig, lebendig und widersprüchlich, chic und shabby, bietet Kunst, Kultur und Kneipen – kurz: Südstadt ist Leben! Die Widersprüche auszuhalten, sich um Ausgleich der Interessen zu bemühen und sich für die Belange der Bürger und Bürgerinnen dieses Stadtteils einzusetzen, das ist die Aufgabe der Bürger-Gesellschaft der Südstadt, ist meine als deren Vorsitzende.« Martina Hillesheimer
»Ich arbeite seit über 25 Jahren als Eventmanagerin. Und als ich im April 2024 den Ballon-Laden Babalooni übernommen habe, hatte ich nicht viel Ahnung von Ballons. Aber dann habe ich festgestellt, wieviel Freude man Menschen mit Ballons macht – egal in welchem Alter und egal zu welchem Anlass. Es ist ein so schönes Gefühl, zu sehen, wie Menschen mit einem strahlenden Lächeln aus dem Laden gehen.« Natalie Hubral
»Ich verwandle gebrauchte Materialien in Kunst und verstehe meine Arbeit als poetisches „Stroh zu Gold spinnen“ – eine zirkuläre Materialwende in der Bildenden Kunst, die Ökologie, Menschlichkeit und globale Verbundenheit sichtbar macht. Mit Installationen aus gebrauchten Teebeuteln schaffe ich Räume für Dialog, Begegnung und neue Perspektiven auf Wert, Verantwortung und Zusammenleben.« Renate Helene Schweizer
»In meiner künstlerischen Praxis geht es um Fragen nach Eigentum und um Spannungsverhältnisse zwischen Privatem und Öffentlichem. Es geht um Dinge, die wir besitzen und verlieren und schließlich um uns Menschen, die wir gemeinsam in einer Stadt leben. Durch die Medien Installation, Video und Druck formuliere ich Fragestellungen und möchte Betrachter*innen bewusst irritieren: Ein Matratzenlager inmitten der Stadt – darf man das? Kunst darf das! Und gehört mitten in die Gesellschaft.« Emily Ebner
»Zusammenkommen, genießen und sein – das ist was uns am Herzen liegt im Café Wohnzimmer am Kronenplatz.« Annette Sproll und Dean Babic
»In meinem Atelier bin ich absolut frei. Hier kann ich tun und lassen, was ich will. Obwohl es auf der Welt schon so viel gemalte Bilder gibt, fasziniert und erstaunt es mich immer wieder, dass ich bei jedem gemalten Bild wieder etwas Neues gefunden oder erfunden habe, was ich mit der Farbe insbesondere mit der Ölfarbe machen kann. Ich verwandle die Ölfarbe in Energie und jedes Mal, wenn ich die Ölfarbe aus dem Farbeimer nehme und mit den Händen auf die Leinwand streiche, ist das ein ganz besonderes spannendes unbeschreibliches Erlebnis. Man könnte fast von ästhetischer Wollust sprechen. Ich habe am Anfang keine Idee, ich fange einfach an und dann entwickelt sich das Bild ganz intuitiv. Ich gebe mich dem Bild voll und ganz hin und wenn ich ein paar Schritte zurück gehe und Abstand habe, staune ich, was da eben gerade auf der Leinwand Wunderbares passiert ist. Malerei ist ein Abenteuer und wenn Malerei nicht spannend ist, dann stimmt etwas nicht!« Jochen Schambeck
»Ich bin auf der Suche nach der Einfachheit der Schönheit, nach Gemeinschaft und nach dem, was berührt. Was mich ausmacht und interessiert, ist die Welt mit ihren verschiedenen Räumen. Vielleicht auch die Frage, wie der Mensch sich dadurch mit der Welt verbinden kann. Und vielleicht gehört auch ein fürsorglicher Aspekt dazu.« Max Kosorić
»Als Künstlerin und Aktivistin versuche ich diese ungerechte Welt zu einem besseren Ort zu machen. In der Kinemathek habe ich die Möglichkeit, für Aufklärung zu sorgen und Menschen miteinander zu verbinden. Mit meiner aktuellen Fotoserie stelle ich mich meiner Krankheit „Spektrum Schizophrenie“ und möchte damit reflektieren, aufklären und entstigmatisieren.« Kimlotte Stöber
»Beim Trailrunning verausgabe ich mich zwar körperlich, aber lade meinen mentalen Akku wieder auf. Das ist für mich der beste Ausgleich zu meinem Schreibtischjob: Die Natur und den eigenen Körper zu spüren und danach ruhiger zu sein. Von Karlsruhe bieten sich dafür hauptsächlich der Nordschwarzwald und der Pfälzer Wald an, wo ich eigentlich fast jedes Wochenende zu finden bin.« Jakob von Raumer
»Ever since I started working, I’ve looked for excuses to throw parties or blur the line between work and pleasure. A lot of people in my position say they enjoy bringing people together. For me, it’s less about gathering and more about staging. I like setting the scene and shaping the atmosphere so people can step into something intentional. I get a quiet satisfaction from watching guests move through these deliberate designs. I try to reflect what I find beautiful or interesting and then observe how others respond to it. In that sense, it’s selfish. But it seems to work.« Craig Judkins
»Ich bin schon viele Jahre in der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner:innen (DFG-VK) engagiert. Wir setzen uns für Frieden durch Diplomatie und Abrüstung, klimagerechtes Wirtschaften unter Bewahrung der Mitwelt und für gerechte Lösungen der sozialen und globalen Zukunftsfragen ein. Seit kurzem nun im „Unruhestand“ helfe ich vor allem jungen Männern bei ihrer Kriegsdienstverweigerung. Ich möchte gerne in einer Gesellschaft leben in der Liebe, Verständnis, Akzeptanz und Mitgefühl – also die Prinzipien der Gewaltfreiheit – tragende gesellschaftliche Säulen sind. Und wenn man mich deshalb einen utopischen Träumer nennt, dann mag das zwar stimmen, aber was sonst wäre den eine lebenswerte Alternative?« Stefan Lau
»Ich bin seit 2012 als niedergelassene Hals-Nasen-Ohrenärztin im Zentrum von Karlsruhe tätig. Es ist ein besonderes Privileg für Menschen aller Altersklassen und Kulturen bei gesundheitlichen, manchmal sehr intimen Anliegen da zu sein, ihnen Ängste zu nehmen und einen Lösungsweg aufzuzeigen. Ich stelle mich dieser Aufgabe mit voller Kraft, entwickle mich weiter und bleibe nie stehen. Der Zeitdruck und die immer neuen Hürden des Gesundheitssystems stellen zwar eine ständige Herausforderung dar, aber die Beziehung zu meinen Patienten macht den Beruf so wunderschön und erfüllend!« Joanna Brendelberger
»Meine große Leidenschaft gilt dem Dartsport. Seit neun Jahren bin ich Teil von KSC Dart – als Gründer, Abteilungsleiter und Mannschaftskapitän der ersten Mannschaft. Gemeinsam durften wir mehrere Titel feiern. Doch für mich steht nicht nur der sportliche Erfolg im Mittelpunkt, sondern vor allem der Teamgeist, die Gemeinschaft und das Miteinander, das dieser Sport möglich macht. – Außerdem setze ich mich für obdachlose Menschen ein. Helfen ist für mich eine Herzensangelegenheit. Wenn ich sehe, dass ein kleines Stück Unterstützung ein Leuchten in die Augen eines Menschen bringt, weiß ich, warum ich das alles tue. In meinen Möglichkeiten etwas zurückzugeben, erfüllt mich – und genau das treibt mich an.« Florian Flickinger
»Es ist schön mit meiner Hunderanch leinenlos bereits seit über 10 Jahren einen Ort zum Lernen und Begegnen für Menschen und Hunde bieten zu können.« Annalena Harrer
»Mount Klotz versetzen? Aussichtslos. Berge versetzen im übertragenen Sinn? Möglich! Funktioniert aber selten allein. Gut also, wenn man sich auf Menschen verlassen kann – zu Hause genauso wie in der Redaktion in der Lammstraße. Die Herausforderungen im Lokaljournalismus sind schließlich groß: sinkende Erlöse, digitale Transformation, sperrige Gesprächspartner und Pressestellen, Ringen um Informationen. Ab und an pfeift beim Recherchieren tatsächlich ein strammer Wind. Wie auf einem Dreitausender.« Stefan Proetel