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Sara Ehsan

»Ich lief weinend aus dem Zimmer des Flüchtlingsheims in Karlsruhe und schrie: „Das ist nicht mein Heim“, als ich es zum ersten Mal erblickte, mit zarten acht Jahren. Ein Zimmer mit zehn Stockbetten, die wir mit wildfremden Menschen teilen sollten. Karlsruhe wurde eher zu einem Ort, der vor allem durch seine Menschen mich prägte. Hier begegnete ich meiner ersten Liebe, hier heiratete ich, und hier kam mein Kind zur Welt, hier empfahl mir mein Literaturlehrer am Abendgymnasium meine Gedichte zu veröffentlichen und hier wurde ich zur Autorin. Ich schätze vor allem die Seen und die Natur der Umgebung, die mir schon immer als Fluchtort vor dem Lärm und Gewusel der Stadt diente. Ich wünschte mir ein grüneres Karlsruhe, ein Ort wo mehr Pflanzen statt Asphalt existieren könnten, ein Zufluchtsort für alle durchreisenden Tiere und Menschen und auch für die, die hierbleiben wollen.« Sara Ehsan