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Doris und Andreas Theuerkorn

»1977 kamen wir als ganz junges Ehepaar mit Kleinkind nach Karlsruhe. Mein Mann übernahm die Krankengymnastikpraxis von Frau Nässel in der Danziger Straße. Die Patienten haben uns sehr nett aufgenommen. Etwas länger haben wir gebraucht, bis wir uns im Karlsruher Alltagsleben wohl gefühlt haben. Die Natur der Karlsruher, leicht bürokratisch und reserviert war uns fremd. Wir kamen aus der jungen, lebendigen Universitätsstadt Göttingen! Die Sprache und Ausdrücke hier waren ebenfalls etwas fremd für uns. Mir war z.B. unklar, wieso die Karlsruher einen Teppich mit ins Freibad nehmen, und warum, wenn vom Fuß geredet wird, an die Hüfte gezeigt wird, oder was Weihnachtsbrödle sind!!? 1979 zogen wir in den Dammerstock. Unsere zwei Söhne und die Pflegetochter kamen in den Katholischen Kindergarten. Wir fanden dadurch nette Freunde, und Freundschaften die bis in unser heutiges Rentenalter Bestand haben. Dass freut uns riesig. Es stimmt – ankommen in Karlsruhe braucht seine Zeit. Wir verstehen inzwischen die badische Sprache, sprechen können wir sie immer noch nicht! Trotzdem fühlen wir uns in Karlsruhe im Dammerstock pudelwohl.« Doris und Andreas Theuerkorn