»Ich interessiere mich beruflich wie privat für unbespielte Orte und Grauzonen. Daraus ergeben sich wiederkehrende Fragen: Wo verbringen wir unsere Zeit, wenn wir nicht arbeiten oder zu Hause sind? Wer gestaltet jene Orte oder entscheidet, was dort stattfindet? Kunst ist dabei für mich ein Schlüssel, um neue Handlungsspielräume aufzuzeigen und auf relevante Themen aufmerksam zu machen. Sie verbindet, baut Brücken, reflektiert kritisch und schafft Räume, die Neugier wecken und positiv irritieren. Karlsruhe hat viele Orte, die durch eine künstlerische Bespielung an Schönheit und sozialem Nutzen gewinnen und an Biederkeit verlieren könnten. Vielleicht bleibe ich deshalb hier, da es die Stadt der Potenziale ist. Und Potenzial bedeutet schließlich immer, dass noch einiges möglich ist.« Norina Quinte